Thema des Monats

Thema des Monats:

Handekzem:

Sie leiden an akutem oder chronischem Handekzem?

Hier sind die 10 wichtigsten Regeln – ergänzend zur Therapie vom Hautarzt – bei Handekzem um einer Verschlimmerung vorzubeugen und die Abheilung zu begünstigen:

1.  Zum Händewaschen lauwarmes Wasser verwenden, sparsam! milde pafümfreie Seife oder Flüssigsyndet benutzen  und hinterher mit klarem Wasser nachspülen.

2. Keine Handwaschpasten oder Bürsten benutzen!

3. Bei der Hausarbeit oder Wasserkontakt keine Ringe tragen!

4. Waschen, Spülen oder Putzen nur mit Handschuhen, am besten Handschuhe aus PVC oder Plastik (nicht Gummi) mit langen Stulpen die innen mit Stoff ausgekleidet sind, oder ziehen Sie Baumwollhandschuhe darunter, damit die Hand nicht schwitzt.

5. Vrmeidem Sie den Kontakt mit Lösungsmitteln, Fleckenentfernen, Möbelpolituren. (Vorsicht bei Alkohol, Benzin, Terpentin, Spiritus, Petroleum, Bonhnerwachs,SChuhcreme, Fensterputzmitteln)

6. Schälen Sie Zitrusfrüchte, Tomaten oder Kartoffeln nicht mit blosen Händen.

7. Haarewaschen nur mit Plastikhandschuhen in der akuten Phase des Ekzem, insbesondere Vorsicht beim Färben oder Tönen.

8. Schützen Sie Ihre Haut vor Kälte, tragen Sie im Herbst und Winter warme Handschuhe

9. Benutzen Sie keine Handpflegecremes mit Kräutern wie z.B. Kamille oder Ringelblume.

10. Beachten Sie diese Tipps für mindestens 6 Monate nach Abheilung der Akutphase, da die Haut, auch wenn sie schon wieder gut aussieht doch zunächst noch ein geringere Widerstandskraft hat.

Thema des Monats:

Den hellen Hautkrebs verhüten!

Neue Therapiemöglichkeiten für Patienten mit lichtgeschädigter Haut

Sonne, Sand und Meer! Daran denkt an diesen feucht-regnerischen und gerade noch so kalten Tagen so mancher wehmütig. Doch wer weiß schon, dass die chronische Sonnenlichteinwirkung im Sommerurlaub, im Garten und auf den Wanderungen und Spaziergängen als die Hauptursache für den hellen Haustkrebs identifiziert worden ist. Diese Hauttumore, die der Hautarzt „epitheliale Tumore der Haut“ nennt, zu denen so bizarre Namen wie das Spinaliom, das Basaliom, das Bowencarzinom und ihre Vorstufen, allen voran die aktinischen Keratosen und der Morbus Bowen gehören, sind der Ausdruck einer jahrzehntelangen ungeschützten Bestrahlung der Haut mit Sonnenlicht. Bei denjenigen, die eine empfindliche Haut (Typ I und II) haben, werden die Hautzellen schneller angeregt bösartig zu werden, bei denen, die nicht so schnell einen Sonnenbrand bekommen (Typ III) ist mehr Sonnenlicht notwendig um gleiches zu bewirken. Dunkelhäutige Menschen (z.B. afrikanischer Herkunft) kennen diesen Typ Hautkrebs nur extrem selten. Wenn von dem Sonnenlicht als Hauptursache die Rede ist, heißt das, dass es auch weitere Ursachen gibt, wie z.B. krebsauslösende Viren und chronischer Teer- oder Arsenkontakt, die aber in ihrer allgemeinen Bedeutung weit hinter dem Sonnenlicht stehen.

Wo verändert sich die Haut am häufigsten ? An allen oft unbedeckten Körperstellen, d.h. zu etwa 90 % im Gesicht, insbesondere an der Stirn- und Oberkopfhaut von Herren, die die Haare über die Zeit (etwas) verloren haben. Auch die Handrücken und Unterarme, sowie Schulter, Brust und Rücken sind oft betroffen. Die Veränderungen, die durch chronische Sonnenlichtbestrahlung entstehen sind vielfältig, entsprechen einem langsamen Prozess über viele Vorstufen, die zunächst gar nicht bemerkt werden, dann aber immer stärker ins Bewusstsein rücken, die Haut verliert an Elastizität, es sprießen kleine Äderchen ein, es finden sich erhabene, trockene raue Flecke, die manchmal jucken und leichten stechenden Schmerz aussenden, später bilden sich kleine Krusten, die größer werden und verschorfte Areale bilden. Diese „aktinische Keratosen“ (rauen Lichtschwielen) führen irgendwann zum hellen Hautkrebs, wenn der Hautarzt nicht eingreift. Bauern, Seeleute, Bergführer und Sportler sind sozusagen von Berufs wegen am häufigsten und stärksten betroffen. Doch bei jedem einzelnen in unseren Breiten ab etwa 40 Jahren besteht das Risiko solche Hautveränderungen zu bekommen.

Was kann der Hautarzt tun ? Zunächst wird er über das richtige Verhalten in der Sonne aufklären und Lichtschutzmaßnahmen besprechen, denn obwohl bei den Patienten die  Grundlagen für die Erkrankung bereits im Laufe der Jahrzehnte zuvor gelegt worden sind, ist wie bei dem Krug der kurz vor dem überlaufen ist, jede weitere starke Sonnenexposition, der mögliche Auslöser zum Ausbruch der Erkrankung. Lichtschutz, der einfach und ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität durchführbar ist, ist die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Neben den Maßnahmen die für alle gelten, d.h. die Mittagssonne meiden und Kopf- und Oberkörperbedeckung tragen, müssen die Patienten Sonnenschutzcremes mit starken Lichtschutzfaktor verwenden. In der Hautkrebsvorsorge kann der Hautarzt die Haut auf solche Veränderungen untersuchen. Wenn bereits fortgeschrittene Lichtschäden bestehen, so ist das Ziel der Behandlung die Entfernung der Krusten und der oberflächlichen Hautschichten, so dass sich unter Lichtschutz eine neue junge Haut nachbilden kann, die diese Schädigungen noch nicht aufweist. Während früher diese Vorstufen für Hautkrebs operativ großflächig abgetragen wurden, gibt es heute modernere und für den Patienten weniger belastende Methoden diese befallenen Hautareale zu entfernen. Es gibt Medikamente, die in Verbindung mit einer lokalen Therapie die Hautschichten erneuern. Oft  ist eine lokale Therapie ausreichend. Eine ganz neue Methode der Therapie ist die photodynamische Therapie, bei der auf die befallene Haut des Patienten eine Salbe aufgetragen wird, die einen Wirkstoff enthält, der sich in den bösartig-veränderten Zellen (aufgrund ihrer größeren Stoffwechselaktivität) anreichert. Anschließend wird die Haut mit einer Lampe belichtet, die ein ganz schmales Spektrum eines roten Lichtes ausstrahlt. Dieses rote Licht führt dazu das der Wirkstoff sich auflöst und dabei die Zellen zerstört, in der er sich angereichert. Mit dieser Methode können ganz selektiv die Vorstufen und auch frühe Stadien des Hautkrebs zustört werden ohne die gesunde Haut zu beeinflussen. Der Patient spürt bei der Behandlung einen Brennschmerz, der je nach Größe des Areals und Intensität der Belichtung gut zu steuern und auszuhalten ist. Diese wie auch die anderen Behandlungen der Hautkrebsverhütung sind bevorzugt im Winter durchzuführen, da hier die schwache Sonne die nachwachsende junge Haut während der Therapie nicht so stark negativ beeinflussen kann. Und für diese Patienten hat so dieses regnerische  Wetter auch sein gutes.

 

Hautarztpraxis Meckenheim

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